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| 11.11.2010
| Irina startet ab 2011 für Harald Schmids neuen Sportclub Gelnhausen
Präsidiumsmitglied
Gudrun Iffland, Musa Roba-Kinkal, Irina Mikitenko, Präsident Harald
Schmid und Alexander Mikitenko (von links) bei der Vorstellung des
Sportclubs Gelnhausen.
© SC Gelnhausen
Irina Mikitenko kehrt was den Verein betrifft in ihre Heimat
zurück: Vom 1. Januar 2011 an wird die deutsche Marathonrekordlerin für
den neu gegründeten Sportclub Gelnhausen starten. Jahrelang lief sie
für den TV Wattenscheid. Präsident des neuen Klubs ist kein geringerer
als Harald Schmid, der das hessische Gelnhausen einst auf die
Sport-Landkarte brachte. Der 53-Jährige, der seit 1982 den deutschen
400-m-Hürdenrekord hält (47,48 Sekunden beim EM-Sieg in Athen), hatte
Irina Mikitenko und ihre Familie unterstützt, seit sie 1996 aus
Kasachstan nach Deutschland kam. Das neue Engagement von Harald Schmid
werden all jene begrüßen, die sich wünschen, dass der frühere
Hürdenstar in der deutschen Leichtathletik als Funktionär eine Rolle
spielt.
„Ich hatte eine erfolgreiche Zeit mit dem TV Wattenscheid und möchte
mich für die gute Zusammenarbeit bedanken. Wir gehen freundschaftlich
auseinander. Der TV Wattenscheid ist ein sehr guter, professioneller
Verein, aber ich möchte jetzt gerne in meiner Heimatregion etwas für
die Leichtathletik machen“, erklärte Irina Mikitenko.
Wenn es nach dem Willen von Harald Schmid geht, soll der Name seines
Heimatortes Gelnhausens künftig wieder bei internationalen
Leichtathletik-Events zu hören sein. Gemeinsam mit zahlreichen
Mitstreitern hat sich Harald Schmid das ehrgeizige Ziel gesetzt, wieder
Spitzensport im Kinzigtal zu etablieren. Neben Irina Mikitenko wird mit
Musa Roba-Kinkal ein weiterer Läufer für den SC Gelnhausen starten.
„Dass beide zum neuen Klub wechseln, hängt mit den optimalen
Rahmenbedingungen zusammen, die der neue Verein den Sportlern bietet“,
heißt es in einer Pressemitteilung des Klubs. Als Sportlicher Leiter
des Vereins wird Alexander Mikitenko nicht nur seine Frau und Musa
Roba-Kinkal betreuen. Die Sichtung und Förderung von Talenten soll
einen besonderen Stellenwert einnehmen. Irina Miktenko will ihre
Erfahrungen als Weltklasse-Marathonläuferin auch an den Nachwuchs
weitergeben.
„Das dafür erarbeitete Konzept ist so überzeugend, dass unter anderem
der Sportartikelhersteller Nike als Sponsor gewonnen werden konnte“,
heißt es in der Pressemitteilung aus Gelnhausen, dem Nachbarort von
Irina Mikitenkos Wohnort Freigericht.
© race-news-service.com
| 12.10.2010
| Zurückgemeldet in der Hitze von Chicago
© Sailer/photorun.net
Mit Platz fünf und einer Zeit von 2:26:40 Stunden kehrt Irina Mikitenko
vom Chicago-Marathon zurück. Sicherlich hatte die 38-jährige Läuferin
des TV Wattenscheid auf mehr gehofft, doch angesichts der sehr starken
Konkurrenz, einer nicht idealen Vorbereitung, eines Sturzes und hohen
Temperaturen von bis zu 25 Grad Celsius, die ihr nicht liegen, hat sich
Irina Mikitenko in Chicago achtbar geschlagen und zurückgemeldet.
Die deutsche WMM-Siegerin der vergangenen zwei Jahre fühlte sich nach
einer schweren Erkältung in der Vorbereitung auf das Rennen im
September nicht stark genug, um ganz vorne mitzulaufen. Deswegen hielt
sie sich von Beginn an zurück und folgte nicht der sehr schnell
anlaufenden Spitzengruppe. Hinzu kam Pech während des Rennens, denn am
zweiten Verpflegungspunkt stürzte Irina Mikitenko, nachdem ein anderer
Läufer unglücklich mit ihr kollidierte. Dennoch gelang es der
zweifachen London-Marathon-Siegerin (2008 und 2009) ein recht
gleichmäßiges Tempo zu laufen – die erste Hälfte hatte sie in 73:06
Minuten absolviert, im zweiten Abschnitt überholte sie trotz stark
steigender Temperaturen eine Reihe von Konkurrentinnen. Schnellste Frau
war die Russin Liliya Shobukhova (2:20:25), bei den Männern gewann der
Olympiasieger Sammy Wanjiru (Kenia) mit 2:06:24.
Nach dem Rennen gab Irina
Mikitenko das folgende, kurze Interview:
Platz fünf in 2:26:40 Stunden – wie bewerten Sie Ihren Lauf?
Irina Mikitenko: „Ich kann damit
nicht zufrieden sein, denn 2:26 Stunden sind heutzutage nicht mehr viel
wert und der fünfte Platz ist auch nichts. Ich habe viel Zeit und Kraft
investiert in der Vorbereitung und dies sicher nicht getan, um hier
2:26 zu laufen – aber ich kann es nicht mehr ändern. Insgesamt passten
viele Kleinigkeiten nicht richtig zusammen, von der Vorbereitung bis
zum Rennen. Und dann kommt eben ein solches Ergebnis heraus.
Andererseits war die Konkurrenz sehr stark und es war eigentlich viel
zu warm für mich, zumal ich zuletzt im eiskalten St. Moritz trainiert
hatte. Deswegen ist das Ergebnis vielleicht besser als es aussieht. Und
gut ist sicherlich, dass ich ohne Verletzungsprobleme durchgekommen bin
und jetzt besonders motiviert auf mein nächstes Marathonrennen im
kommenden Jahr blicke.“
Wie war der Rennverlauf?
Irina Mikitenko: „Eine erste Hälfte
von 70 Minuten konnte ich aufgrund des Trainingsausfalls während meiner
Erkältung nicht laufen. Deswegen habe ich mich bewusst zurückgehalten
und bin nicht mit der Spitzengruppe mitgelaufen. Allerdings musste ich
dadurch durchweg alleine rennen und in der zweiten Hälfte des Rennens
wurde es dann unangenehm warm. Es war zudem eine ungewohnte Situation
zu wissen, dass ich während des Rennens schon rund drei Minuten
Rückstand auf die Spitzengruppe hatte. Aber ich habe dadurch auch
wieder etwas gelernt.“
Was machen Sie jetzt als nächstes und wie planen Sie für das nächste
Jahr?
Irina Mikitenko: „Ich werde mich
jetzt erst einmal ausruhen und gut erholen. Wir werden in den
Herbstferien alle zusammen noch eine gute Woche in den Urlaub fahren –
möglichst irgendwohin, wo es noch warm ist. Im Frühjahr 2011 werde ich
dann sicher meinen nächsten Marathon laufen.“
© race-news-service.com
| 07.10.2010
| „Ich blicke optimistisch in Richtung Chicago“
© Sailer/photorun.net
Am kommenden Sonntag (10. Oktober) startet Irina Mikitenko beim Bank of
America Chicago-Marathon. Für die 38-jährige Läuferin des TV
Wattenscheid, die in den vergangenen beiden Jahren jeweils die World
Marathon Majors (WMM)-Serie für sich entschied und dabei zweimal in
London (2008 und 2009) sowie einmal in Berlin (2008) gewann, war es
bisher kein gutes Jahr. Beim London-Marathon stoppte sie eine
Verletzung und in der Folge verpasste sie die EM-Qualifikation über
10.000 m. In Chicago, wo Irina Mikitenko vor einem Jahr Rang zwei
belegte, will sie sich nun zurückmelden. Vor ihrem Start gab sie das
folgende Interview:
Ihr letzter Start bei einem großen Rennen war beim London-Marathon im
April, wo Sie jedoch verletzungsbedingt aufgaben. Auf den
Newcastle-Halbmarathon mussten Sie aufgrund einer Erkältung im
September verzichten. Wie geht es Ihnen jetzt?
Irina Mikitenko: Es geht mir jetzt
wieder gut und ich blicke optimistisch in Richtung Chicago. Ob
ich durch die Erkältung noch Nachwirkungen habe, wird sich aber erst
beim Rennen herausstellen. Es ist immer ärgerlich, wenn so etwas in der
Vorbereitung auf ein großes Rennen passiert, aber es ist nicht zu
ändern. Ich muss aus der Situation das Beste machen und hoffe, dass in
den verbleibenden Tagen bis zum Chicago-Marathon alles glatt geht.
Mit welchen Zielen gehen Sie ins Rennen?
Irina Mikitenko: Es ist wie immer:
Ich fahre nicht nach Chicago, um dort zu verlieren. Natürlich ist die
Konkurrenz sehr stark. Aber ich bin jetzt einige Marathonrennen
gelaufen, habe Erfahrung gesammelt und konnte insgesamt mit Ausnahme
der Zeit der Erkältung gut trainieren. Was ein Zeitziel angeht, so ist
dies sehr schwer zu sagen, denn man weiß in Chicago nie wie das Wetter
wird – es kann warm sein oder auch kalt. Aber ich bin auf alles
vorbereitet und will vorne dabei sein.
Wer sind Ihre schärfsten Gegnerinnen? Ist die Titelverteidigerin und
London-Siegerin dieses Jahres, die Russin Liliya Shobukhova, die
Stärkste?
Irina Mikitenko: Sie ist sicherlich
stark, aber es geht nicht nur um Liliya Shobukhova. Am Start sind jetzt
auch die Äthiopierinnen Atsede Baysa, die den Paris-Marathon gewonnen
hat, Askale Magarsa, die vor zwei Jahren hinter mir beim
Berlin-Marathon Zweite war, und Mamitu Daska, die im Januar den
Dubai-Marathon gewann. Sie wurden alle nachträglich verpflichtet. Mit
der Russin und Atsede Baysa sind die zwei schnellsten
Marathonläuferinnen dieses Jahres im Rennen. Schwer einzuschätzen ist
die Japanerin Naoko Sakamoto und zu beachten ist auf jeden Fall auch
die Russin Lidiya Grigoryeva, die vor zwei Jahren in Chicago gewonnen
hat. Die Konkurrenz ist deutlich stärker als vor einem Jahr.
Was genau war das Problem, das Sie in London zur Aufgabe zwang und seit
wann konnten Sie wieder richtig trainieren?
Irina Mikitenko: Ich litt in London
unter einer Knochenhautentzündung und einer Reizung am Muskelansatz im
linken Unterschenkel. Es hat danach lange gedauert, bis ich wieder
unter voller Belastung trainieren konnte. Besonders das Tempotraining
war schwierig. Aber seit ich im Juli mit der Marathonvorbereitung
begonnen habe, ist alles wieder in Ordnung. Um derartige Probleme
möglichst zu vermeiden, habe ich viele Kräftigungsübungen für die
Wadenmuskulatur gemacht.
Sie waren im Juli in St. Moritz und trainierten zuletzt erneut dort in
der Höhe. Wie lange waren Sie insgesamt dort und wie waren die
Bedingungen?
Irina Mikitenko: Im Juli habe ich
mit
der Vorbereitung auf den Chicago-Marathon angefangen und war drei
Wochen in St. Moritz. Damals hatten wir sehr gute Bedingungen. Zuletzt
war es leider sehr kalt – nachts teilweise null Grad und morgens bei
meiner ersten Trainingseinheit dann nur fünf Grad – und zudem nass.
Aber ich trainiere gerne in St. Moritz und habe mich immer in der Höhe
vorbereitet. Daher wollte ich darauf trotz des ungünstigen Wetters
nicht verzichten. Durch die Erkältung und den Trainingsausfall blieben
wir länger in St. Moritz, so dass am Ende wieder rund drei
Trainingswochen zusammen gekommen sind.
Wie lassen sich diese Trainingslager mit der Familie koordinieren?
Findet der Sommerurlaub in St. Moritz statt.
Irina Mikitenko: Ja, das ist
wirklich
so. Seit 1999 fahren wir nach St. Moritz. Unser Sohn kann sich einen
Sommer ohne St. Moritz gar nicht mehr vorstellen. Die Kinder haben hier
ihren Spaß und sie machen auch viel Sport. Zum Teil passt unser Sohn
aber auch auf seine kleine Schwester auf während ich trainiere und mein
Mann mich begleitet. Manchmal laufe ich die Einheiten auch alleine,
aber dann weiß ich, dass die Familie auf mich wartet und das ist ein
gutes Gefühl. Wenn ich einen trainingsfreien Nachmittag habe, dann
gehen wir zusammen wandern oder schwimmen. Auf Berge klettere ich
nicht, aber das macht mein Mann mit unserem Sohn. Manchmal fahren sie
auch alle drei Fahrrad und begleiten mich beim Training.
Haben Sie schon mal gesagt, stopp, jetzt nehme ich eines Eurer Räder
und ein anderer läuft?
Irina Mikitenko: Nein, nie!
Sabrina Mockenhaupt hat in einem Interview vor kurzem erzählt, dass Sie
sich beide im Rahmen des Europa-Cups über 10.000 m in Marseille gut
unterhalten haben. Worum ging es da?
Irina Mikitenko: Ja, das stimmt. Ich
habe Sabrina gesagt, dass sie sehr talentiert ist für den Marathon.
Aber ich habe ihr auch erklärt, dass das alleine im Marathon nicht
reicht. Man muss sich sehr hart und konzentriert vorbereiten, um
erfolgreich zu sein.
Werden Sie noch einmal über 10.000 m bei einer großen Meisterschaft
starten?
Irina Mikitenko: Nein, die
Bahn-Langstrecken sind für mich in meiner leistungssportlichen Karriere
jetzt abgeschlossen und nur noch eine Erinnerung. Ich werde nicht mehr
über 10.000 m starten, denn die Vorbereitung ist auch eine ganz andere
als für einen Marathon. Hinzu kommt, dass ich die 10.000 m eigentlich
nie gerne gelaufen bin, sie waren immer eine Qual. Ich habe mich auf
diese Strecke allerdings auch nie richtig vorbereitet und konnte daher
auch mein Potenzial nie ausschöpfen. Anders ist das bei den 5.000 m,
daran erinnere ich mich gerne. Wenn ich irgendwann nach meiner Karriere
noch einmal aus Spaß ein Bahnrennen laufen sollte, dann über 5.000 m.
Bleibt es beim Ziel, den Olympia-Marathon in London zu laufen? Und
könnte dies eventuell der letzte Marathon ihrer Karriere sein?
Irina Mikitenko: Ja, der
Olympia-Marathon 2012 ist das große Ziel. In London bei Olympischen
Spielen Marathon zu laufen, das ist etwas Besonderes. Die Frage, ob
dies mein letzter Marathon sein könnte, will ich mir selbst allerdings
gar nicht erst stellen. Solange ich Spaß habe und solange mein Körper
nicht signalisiert, dass ich Schluss machen sollte, will ich laufen.
Dieses Jahr war das bisher schwierigste im Marathon für mich, sowohl
physisch als auch psychisch. Ich bin zuvor zweieinhalb Jahre
erfolgreich gelaufen und irgendwie fühlte ich mich sehr leer im
Frühjahr. Ich hoffe, dass diese schwierige Phase jetzt im Herbst zu
Ende geht. Denn eigentlich habe ich Spaß am Marathonlaufen.
Könnte der Masters-Weltrekord der Altersklasse 40 dann ein Ziel sein?
Irina Mikitenko: Ich habe keine
Ahnung, wo der steht (2:25:43, d. Red.) und bin schon sehr zufrieden
damit, dass ich den Weltrekord der Altersklasse W35 halte! Erst mal
plane ich bis zu den Olympischen Spielen. Wenn es dann weiter Spaß
macht, setze ich mir neue Ziele.
Die Konkurrenz dürfte in der nächsten Zeit deutlich stärker werden,
wenn Läuferinnen wie Mary Keitany oder Meseret Defar Marathon laufen
werden – wie sehen Sie die Entwicklung?
Irina Mikitenko: Ich hoffe und
erwarte, dass wir bald wieder Zeiten unter 2:20 Stunden sehen werden.
Es gibt zurzeit einige Läuferinnen im Bereich von 2:22 und 2:23 und
anhand der Halbmarathon-Ergebnisse sieht man, dass sich einiges
entwickeln kann. Aber 2:20 ist auch eine Barriere, die schwer zu
knacken ist. Mal sehen, wie Mary Keitanys Debüt in New York aussehen
wird.
Trauen Sie sich selbst auch zu, noch einmal unter 2:20 Stunden zu
laufen und rechnen Sie mit einem starken Comeback von Paula Radcliffe?
Irina Mikitenko: Wenn ich eine sehr
gute Vorbereitung absolvieren kann und alles zusammen passt, dann ist
eine Zeit unter 2:20 Stunden für mich nach wie vor möglich. Ich weiß
ja, dass ich eine solche Zeit laufen kann. Ich denke, dass Paula nach
der Geburt ihres zweiten Kindes stark zurückkommen kann und ich wünsche
es ihr. Bei mir hat es nach meinem zweiten Kind ja auch funktioniert.
Wenn sie sich Zeit lässt und gut regeneriert, dann geht es. Paula läuft
natürlich schon lange Marathon und das kostet sicher Kraft, aber sie
hat den Biss und das Potenzial für ein starkes Comeback.
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| 19.09.2010
| Erkältung stoppt Irina Mikitenko vor Halbmarathon in Newcastle
© Sailer/photorun.net
Der
größte Halbmarathon der Welt fand am Sonntag ohne Irina Mikitenko
statt. Die Läuferin des TV Wattenscheid musste ihren geplanten Start
beim Bupa Great North Run im englischen Newcastle aufgrund einer
Erkältung absagen. „Ich habe mich während meines Höhentrainings in St.
Moritz so stark erkältet, dass ich einige Tage nicht laufen konnte.
Jetzt geht es zwar besser, aber aus Vorsichtsmaßnahmen muss ich leider
auf den Halbmarathon verzichten“, erklärte die deutsche
Marathonrekordlerin (2:19:19 Stunden).
Nachdem Irina Mikitenko in den vergangenen beiden Jahren zweimal den
London- und einmal den Berlin-Marathon gewonnen hatte, hat sie 2010
bisher Pech. Beim London-Marathon stieg sie im April aufgrund einer
Knochenhautentzündung und einer Muskelreizung im linken Unterschenkel
aus. Als Folge der Verletzung verpasste sie dann im Sommer die
Qualifikation für die Europameisterschaften über 10.000 m. Am 10.
Oktober will sich Irina Mikitenko nun beim Chicago-Marathon
zurückmelden. „Im Hinblick auf dieses Rennen will ich kein Risiko
eingehen“, sagte Irina Mikitenko, die gar nicht erst die Reise nach
Nordostengland antrat und stattdessen ihr Höhentrainingslager in St.
Moritz fortsetzte.
Beim Bupa Great North Run gab es am Sonntag einen äthiopischen
Doppelsieg. Marathon-Weltrekordler Haile Gebrselassie gewann das Rennen
in 59:33 Minuten und Berhane Adere siegte mit 68:49.
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| 09.09.2010
| Starts bei Top-Rennen in Newcastle und Chicago
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Beim BUPA Great North Run, dem größten Halbmarathonrennen der
Welt im englischen Newcastle, wird Irina Mikitenko am 19. September
ihre Herbst-Wettkampfsaison eröffnen. Anschließend startet sie zum
zweiten Mal in Folge beim Bank of America Chicago-Marathon, der am 10.
Oktober stattfindet und zur World Marathon Majors (WMM)-Serie gehört.
Nach dem verletzungsbedingten Aus beim Virgin London-Marathon im April
war die Läuferin des TV Wattenscheid noch längere Zeit gehandikapt, so
dass sie ihr ursprüngliches Ziel im Sommer, den Start beim
10.000-m-Finale der Europameisterschaften, nicht erreichen konnte.
Jetzt will sich Irina Mikitenko mit guten Ergebnissen beim BUPA Great
North Run sowie beim Bank of America Chicago-Marathon zurückmelden.
„Ich habe in den vergangenen Wochen gut trainieren können und fühle
mich wieder in Form. Ich hoffe, dass es bei zurzeit nicht einfachen
Wetterbedingungen in St. Moritz auch in der nächsten Woche weiter gut
läuft“, sagt Irina Mikitenko. „Denn ich möchte gerne einen flotten
Halbmarathon laufen und strebe eine Zeit unter 70 Minuten an. Ich habe
schon viel vom BUPA Great North Run gehört und weiß, dass dort immer
hochklassige Konkurrenz am Start ist.“ Zu ihren Konkurrentinnen werden
am 19. September die portugiesische Vorjahressiegerin Jessica Augusto
und die Britin Mara Yamauchi zählen, die im vergangenen Jahr beim
London-Marathon hinter Irina Mikitenko Zweite war.
„Nach London hat es lange gedauert, bis ich wieder unter voller
Belastung trainieren konnte“, erzählt Irina Mikitenko, die unter einer
Knochenhautentzündung und einer Reizung am Muskelansatz im linken
Unterschenkel litt. „Tempotraining konnte ich lange Zeit nicht machen.
Aber seit ich im Juli mit der Marathonvorbereitung begonnen habe, ist
alles wieder in Ordnung. Ich habe viele Kräftigungsübungen gemacht, um
die Wadenmuskulatur zu stärken.“ Bereits im Juli absolvierte Irina
Mikitenko ein dreiwöchiges Höhentrainingslager in St. Moritz. Danach
startete sie bei einem 10-km-Testwettkampf bei der Berliner City-Nacht,
die sie am 31. Juli in 32:58 Minuten gewann.
Jetzt ist sie erneut für drei Wochen in der Schweizer Höhenluft. „Im
Juli hatten wir hier Top-Bedingungen. Aber dieses Mal ist es sehr kalt
und nass“, erzählt Irina Mikitenko, die im Rahmen des jetzigen
Trainingslagers auch die Gelegenheit nutzte, um eine Läufergruppe ihres
Partners VICSYSTEM.COM zu unterstützen. „Wir sind unter anderem
zusammen gejoggt und mein Mann Alex hat mit den Läufern über die
Trainingsgestaltung gesprochen.“ VICSYSTEM.COM ist ein Schweizer
Online-Trainingsplananbieter, bei dem Läufer basierend auf dem
Trainingskonzept von Irina Mikitenko Pläne für Distanzen zwischen 5.000
m und Marathon erhalten können. Weitere Informationen gibt es unter: www.vicsystem.com
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| 30.05.2010
| Irina siegt wieder
© Sailer/photorun.net
Irina Mikitenko ist am Sonntag in die Erfolgsspur zurückgekehrt.
Die aktuelle World Marathon Majors (WMM)-Siegerin gewann den
Österreichischen dm Frauenlauf über 5 km mit 15:39,4 Minuten. Das
Rennen
in Wien ist mit über 21.000 Teilnehmerinnen der größte
kontinentaleuropäische Lauf seiner Art.
Irina Mikitenko bestimmte vom Start weg das Tempo an der Spitze einer
dreiköpfigen Gruppe. Mit ihr zusammen liefen die ehemalige
New-York-Marathon-Siegerin Jelena Prokopcuka (Lettland) und die
Australierin Eloise Wellings. Nach etwa drei Kilometern fiel zunächst
die Lettin zurück. Als Irina Mikitenko dann rund einen Kilometer vor
dem Ziel das Tempo etwas forcierte, war auch Eloise Wellings
geschlagen. Die Australierin wurde schließlich in 15:49 Minuten Zweite
vor Jelena Prokopcuka (16:00).
„Dieser Frauenlauf war ein tolles Erlebnis, eine sehr schöne
Veranstaltung. Die Atmosphäre war super und es standen viele Zuschauer
an der Strecke“, sagte Irina Mikitenko, die verletzungsbedingt beim
Flora London-Marathon im April aus dem Rennen gegangen war. Der Erfolg
in Wien war ihr erster Sieg bei einem ernsthaften Wettkampf seit ihrem
Triumph beim Flora London-Marathon 2009.
Am kommenden Sonnabend wird Irina Mikitenko nun beim Europa-Cup über
10.000 m in Marseille für das deutsche Team an den Start gehen. Für die
37-jährige Läuferin des TV Wattenscheid geht es dann darum, die Norm
für die Europameisterschaften in Barcelona zu erfüllen. Gefordert sind
32:25 Minuten. „Das Rennen in Wien war ein guter Test. Straße und Bahn,
das ist zwar etwas anderes, aber ich habe gemerkt, dass etwas drin ist.
Die Norm muss ich in Marseille laufen“, sagte Irina Mikitenko.
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26.04.2010
| „Ich bin noch nicht satt vom Marathon-Erfolg“
© Sailer/photorun.net
Einen
Tag nachdem sie das Rennen beim Virgin London-Marathon vorzeitig
beenden musste, gab Irina Mikitenko (TV Wattenscheid) das folgende
Interview in London:
Wie war die Situation, kurz bevor Sie das Rennen bei Kilometer 18
beendet haben?
Irina Mikitenko: „Vom Kopf und vom
Herzen her wollte ich unbedingt weiterlaufen. Aber ich musste einsehen,
dass es heute einfach nicht ging. Es ist sehr schade und enttäuschend,
denn ich wusste, dass ich von meinem Training her in der Lage gewesen
wäre, mit der Spitzengruppe mitzulaufen.“
Wie geht es Ihnen jetzt, was macht die Verletzung?
Irina Mikitenko: „Das Leben geht
weiter, Niederlagen gehören zum Sport. Einen guten Sportler zeichnet
auch aus, wenn er nach Misserfolgen zurückkommen kann. Bezüglich
der Verletzung ist es so, dass die Muskulatur noch etwas weh tut,
aber ich hoffe, dass ich bald wieder mit dem Training beginnen kann.“
Vor einigen Wochen hatten Sie auch schon ein Schienbeinproblem im
linken Bein und haben vorsichtshalber auf den Start beim Paderborner
Osterlauf verzichtet. Ist die Verletzung wieder aufgetreten?
Irina Mikitenko: „Die jetzigen
Schmerzen sind an einer anderen Stelle im linken Bein als damals, aber
vielleicht handelt es sich um eine Folgeerscheinung des ersten
Problems. In den letzten Wochen lief das Training wieder gut,
allerdings bin ich vorsichtshalber nur auf der Bahn und im Wald
gelaufen und nicht auf der Straße.“
Sie sind zum ersten Mal bei einem Marathon nicht ins Ziel gekommen. Ist
das ein entscheidender Rückschlag in der letzten Phase Ihrer Karriere?
Irina Mikitenko: „Natürlich bin ich
traurig. Aber ich weiß, dass das hier nicht das Ende meiner Karriere
ist und auch kein entscheidender Rückschlag. Ich bin noch nicht satt
vom Marathon-Erfolg.“
Wie geht es jetzt weiter?
Irina Mikitenko: „So bald wie
möglich
beginne ich mit dem Training für die 10.000 Meter, die ich bei den
Europameisterschaften laufen möchte. Danach folgt ein Herbstmarathon.
Ich will mich mit einem guten Rennen zurückmelden und habe schon jetzt
Lust auf den nächsten Marathon. Das Fernziel, bei Olympia 2012 in
London Marathon zu laufen, bleibt unverändert bestehen.“
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25.04.2010
| Muskelproblem zwingt Irina zur Aufgabe in London
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Marathon Nummer sechs entpuppte sich als Stolperstein für Irina
Mikitenko. Als Titelverteidigerin in London an den Start gegangen, kam
die Läuferin des TV Wattenscheid erstmals nicht ins Ziel eines
Marathons. Doch sie befand sich in guter Gesellschaft: Auch der
Vorjahressieger und aktuelle Olympiasieger Sammy Wanjiru (Kenia) lief
seinen sechsten Marathon und blieb erstmals auf der Strecke.
Bereits bei Kilometer 18 war für Irina Mikitenko der Virgin
London-Marathon 2010 beendet. Die 37-Jährige, die an der Themse einen
Hattrick anstrebte, was in der Geschichte des Rennens zuvor lediglich
zwei Athleten gelungen war (Dionicio Ceron und Katrin Dörre-Heinig),
gab das Rennen aufgrund muskulärer Probleme auf. „Ich bin sehr
enttäuscht, aber so etwas kann in einem Marathon passieren“, sagte
Irina Mikitenko, die frühzeitig Muskelschmerzen im unteren Bereich des
linken Schienbeins und des Sprunggelenks bekam. Die im anfänglichen
Regen rutschigen Straßen verschlimmerten das Problem noch und bei
Kilometer 15 blieb Irina Mikitenko kurzzeitig stehen. „Ich habe dann
versucht, in einem etwas langsameren Tempo weiterzulaufen, aber es ging
nicht“, sagte die Titelverteidigerin, die bei den englischen
Buchmachern vor dem Start die Topfavoritin war.
„Das tut jetzt psychisch mehr weh als physisch“, sagte Irina Mikitenko
nach dem vorzeitigen Ausstieg in London. In ihren fünf Marathonläufen
zuvor war sie nie schlechter als Rang zwei platziert. 2008 und 2009 war
Irina Mikitenko jeweils die schnellste Läuferin der Welt über die
42,195 km. Sie hatte zuletzt zweimal in London sowie 2008 mit einem
deutschen Rekord in Berlin gewonnen (2:19:19 Stunden).
Während Irina Mikitenko die Strecke verließ und ins Athletenhotel an
der Tower Bridge ging, triumphierten in London der Äthiopier Tsegaye
Kebede (2:05:19 Stunden) und die Russin Liliya Shobukhova (2:22:00).
Beim hochklassigsten Marathon des Jahres ging die Rekordzahl von 36.946
Läufern an den Start – 162.000 Athleten hatten sich ursprünglich um
eine Startnummer beworben.
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22.04.2010
| Irina Mikitenko: „London ist wie eine Weltmeisterschaft“
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Irina Mikitenko (TV Wattenscheid) wird am kommenden Sonntag als
Titelverteidigerin beim Virgin London-Marathon an den Start gehen. Die
37-Jährige könnte sogar einen ,Hattrick’ schaffen, denn auch 2008 hatte
sie den bestbesetzten City-Marathon des Jahres gewonnen. Vor ihrem
Start an den Themse gab die deutsche Marathon-Rekordlerin (2:19:19
Stunden in Berlin 2008) das folgende Interview:
Dreimal sind Sie bisher bei Straßenrennen in London an den Start
gegangen und immer hieß die Siegerin Irina Mikitenko – neben zwei
Marathonsiegen gewannen Sie 2008 auch ein 10-km-Rennen in London. Mit
welchen Gefühlen werden Sie nun in die britische Metropole zurückkehren?
Irina Mikitenko: London gefällt mir.
Die Organisation der Rennen ist perfekt und ich bin dort immer gut
gelaufen. Deswegen freue ich mich darauf, nach London zurückzukehren.
Zugleich gibt es aber auch ein Gefühl von Spannung: Wie werden zum
Beispiel die Wetterbedingungen sein, wie stark ist die Konkurrenz und
wie wird sich das Rennen entwickeln? Jeder Marathon ist anders – es
passiert immer irgendetwas, womit man vorher nicht rechnen kann.
Mit welchem Ziel gehen Sie in London an den Start?
Irina Mikitenko: Natürlich möchte
ich
gerne wieder gewinnen – wenn du dieses Ziel nicht hast, brauchst du gar
nicht erst an den Start gehen. Aber da spielen natürlich viele Faktoren
eine Rolle. Der Virgin London-Marathon ist der bestbesetzte
City-Marathon des Jahres. Das ist in etwa so wie eine
Weltmeisterschaft. Auch wenn man in solch einem Wettbewerb ein sehr
gutes Rennen läuft, kann es passieren, dass es nicht zum Sieg reicht.
Ist es ein Vorteil, wenn Sie sich auf ein Rennen vorbereiten, das Sie
gut kennen?
Irina Mikitenko: Es ist natürlich
einerseits gut, wenn man sich auskennt. So kann man zum Beispiel das
Training im Vorfeld auch nach den Gegebenheiten der Strecke ausrichten.
Andererseits aber weiß man, wie gesagt, nie genau, wie es wird.
Wie lief das Training, wie ist die Form?
Irina Mikitenko: Das Training war
zeitweise nicht einfach aufgrund des vielen Schnees im Winter. Etliche
europäische Läufer hatten diese Probleme. Wir mussten viel
improvisieren, aber die Trainingsleistungen haben darunter nicht
gelitten. Insgesamt lief das Training gut, die Form ist in Ordnung.
Sie haben im März auch in Kirgisien trainiert. Haben Sie im Vorfeld des
politischen Umsturzes etwas von den Unruhen mitbekommen?
Irina Mikitenko: Nein, wir haben
dort
nahe der Grenze zu Kasachstan nichts mitbekommen von den Unruhen. Ich
habe auch Kontakt zu Athleten, die jetzt dort trainieren, aber es ist
alles ruhig. Generell mache ich mir immer Gedanken darüber, wo wir am
besten für ein Trainingslager hinfahren. Wir waren früher auch in
Kenia, wo es ja später ebenfalls Unruhen gab. Am besten wäre in dieser
Hinsicht wohl St. Moritz, aber da liegt wiederum zurzeit noch viel
Schnee. Ich hoffe, dass der weg ist, wenn wir im Frühsommer dort
trainieren wollen.
Sie sind bisher fünfmal Marathon gelaufen, haben dreimal gewonnen und
waren zweimal Zweite. Geben diese Erfolge eine gewisse Souveränität?
Irina Mikitenko: Ich habe einige
Erfahrungen gesammelt im Marathon und kann dadurch in bestimmten
Situationen jetzt vielleicht schneller und besser reagieren. Ich fühle
mich nicht souveräner aber bezogen auf London vielleicht etwas
sicherer, da ich zum Beispiel weiß, wie die Getränkestationen dort
aufgebaut sind oder wo es am ehesten windig werden könnte.
Spüren Sie, dass Ihre Konkurrentinnen Respekt vor Ihnen haben?
Irina Mikitenko: Ja, das habe ich
schon letztes Jahr in London gemerkt. Denn keine wollte die Führung
übernehmen. Das sehe ich allerdings nicht als Vorteil. Einfacher wäre
es, wenn ich wie noch vor zwei Jahren in London aus dem Hintergrund
angreifen könnte. Aber ich muss auf mich schauen, nicht auf die
anderen. In einem Marathon muss man vor allem Respekt vor der Distanz
haben.
Wer sind Ihre schärfsten Konkurrentinnen?
Irina Mikitenko: Rechnen muss ich
auf
jeden Fall mit der Russin Liliya Shobukova. Schwer einzuschätzen sind
die jüngeren äthiopischen Läuferinnen. Vor kurzem hat zum Beispiel die
22-jährige Atsede Bayisa den Paris-Marathon mit einer
Jahresweltbestzeit von 2:22:04 Stunden gewonnen. Bei den Chinesinnen
weiß man auch nie genau, in welcher Form sie sind. Hier ist die
Weltmeisterin Bai Xue am Start. Bei Meisterschaften sind sie oft toll,
sonst aber eher nicht. Allerdings hat 2007 die Chinesin Chunxiu Zhou in
London gewonnen. Fast keine meiner Konkurrentinnen ist in letzter Zeit
irgendwo ein Rennen gelaufen, daher tappe ich im Dunkeln. Es sind viele
Läuferinnen am Start, die mehr Marathonrennen gelaufen sind als ich und
daher auch über viel Erfahrung verfügen.
Die Sieger der World Marathon Majors (WMM) waren in den vergangenen
zwei Jahren auch jene, die in London gewonnen haben. Glauben Sie, dass
am Sonntag eine Vorentscheidung fallen kann und schauen Sie auf den
Punktestand?
Irina Mikitenko: Man kann sicher
nicht gleich davon ausgehen, dass die London-Sieger auch die WMM-Sieger
sein werden. Im Herbst kann bei drei Rennen noch viel passieren. Ich
kenne natürlich meinen Punktestand und den Vorsprung von fünf Zählern.
Aber ansonsten kümmere ich mich zu diesem Zeitpunkt nicht um die
WMM-Wertung. Es geht jetzt nur um London. Wenn ich dort gut laufe,
kommen die Punkte automatisch.
Bleibt es dabei, dass Sie im Sommer bei den Europameisterschaften in
Barcelona über 10.000 m laufen wollen?
Irina Mikitenko: Ja, den
10.000-m-Start bei der EM haben wir schon sehr langfristig geplant.
Daran wird sich nichts ändern.
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23.02.2010
| Training trotz Schnee, London im Visier
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Mitten
im Training ist Irina Mikitenko, um beim Virgin London-Marathon am 25.
April topfit an den Start gehen zu können. Die 37-jährige Läuferin des
TV Wattenscheid wird in der britischen Metropole als Titelverteidigerin
antreten und hat sogar die Chance, einen Hattrick zu erreichen. „Es ist
mein Ziel, zum dritten Mal in London zu gewinnen, aber ich weiß
natürlich, dass es angesichts der starken Konkurrenz sehr schwer wird.
Der Virgin London-Marathon ist vergleichbar gut besetzt wie ein Rennen
bei einer Weltmeisterschaft. Aber ich laufe gerne in London und nehme
die Herausforderung an. Ich hoffe, dass ich mich gut vorbereiten kann“,
sagt Irina Mikitenko.
Die Trainingsplanung gestaltet sich angesichts des extremen Winters
nicht einfach für Irina Mikitenko. So musste sie ein Trainingslager im
spanischen Albufeira vor kurzem zweimal verlängern, um damit dem Schnee
in der Heimat auszuweichen. „Geplant waren ursprünglich zwei Wochen in
Spanien, dann wurden es drei und schließlich vier“, erzählt Irina
Mikitenko, die in Albufeira bei angenehmen Temperaturen von rund 18
Grad Celsius gut trainieren konnte und bisher auch ohne Erkältungen
durch den Winter gekommen ist.
„Hier zu Hause ist es schon schwierig mit dem Training. Im Wald kann
man aufgrund des Schnees gar nicht laufen. Ich trainiere zurzeit auf
einem Stück Radweg. Mein Mann Alexander hat den teilweise
freigeschaufelt.“ Auf einem 1,5 km langen Weg läuft Irina Mikitenko hin
und her, was bei langen Läufen nicht einfach ist. Rund 200 Kilometer
pro Woche gilt es in dieser Trainingsphase zu absolvieren. Ist es zu
glatt oder rutschig, steigt zudem das Verletzungsrisiko. Tempoläufe,
die eigentlich jetzt in die London-Vorbereitung integriert werden
sollten, sind nicht möglich. „Wenn die Bedingungen nicht besser werden,
fahren wir eventuell noch einmal kurzfristig nach Spanien“, sagt Irina
Mikitenko, die in der Vorbereitung auf London voraussichtlich noch ein
Rennen über eine kürzere Distanz laufen wird. Ein längeres
Höhentrainingslager ist im Vorfeld des Virgin London-Marathons in jedem
Fall auch noch vorgesehen.
Beim seit Jahren bestbesetzten City-Marathon des Jahres ist die
deutsche Rekordhalterin (2:19:19 Stunden) am 25. April in London die
schnellste Läuferin im Feld. Irina Mikitenko muss sich allerdings
gleich mit fünf Athletinnen auseinandersetzen, die bereits unter 2:22
gelaufen sind. Elf verpflichtete Läuferinnen haben neben ihr Bestzeiten
von unter 2:25 Stunden. Darunter ist auch Deena Kastor (USA), die 2006
an der Themse mit 2:19:36 den amerikanischen Rekord aufgestellt hatte.
Die Olympiasiegerin von Peking 2008, Constantina Dita (Rumänien), wird
ebenso in London laufen wie die Weltmeisterin von Berlin 2009,
Bai Xue (China). Sehr stark einzuschätzen ist auch Liliya Shobukhova.
Die Russin hatte bei ihrem Debüt in London im April den dritten Rang
belegt und gewann dann im Oktober den Chicago-Marathon. Während Mara
Yamauchi (Zweite hinter Mikitenko in London 2009) wieder auf der
Startliste steht, fehlt eine andere Britin: Paula Radcliffe. Es heißt,
die Weltrekordlerin (2:15:25) plane 2010 ein weiteres Babyjahr, so dass
sie dann keine Wettkämpfe bestreiten könnte. Bei den Männern wird
Titelverteidiger und Olympiasieger Sammy Wanjiru (Kenia) erneut in
London starten.
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