Laufender Erfolg ist Familiensache

Die Familie spielt eine entscheidende Rolle beim
Erfolg von Irina
Mikitenko. Während ihre Eltern keine leistungssportliche
Vergangenheit haben, ist das in der Familie ihres Mannes Alexander ganz
anders: Irina Mikitenkos Schwiegervater Leonid hatte 1966 bei den
Europameisterschaften eine Bronzemedaille über 10.000 Meter
gewonnen. Er hatte Bestzeiten von 13:36,4 und 28:12,4 Minuten
über 5.000 und 10.000 Meter.
Leonid Mikitenko trainierte in Alma-Ata seinen Sohn Alexander, der 1994
über 5.000 m eine Zeit von 13:39,95 erreichte. Nachdem sich
Irina und Alexander beim Sport kennen gelernt hatten, übernahm
der Vater auch die Betreuung der Läuferin. Schon damals
trainierte die Gruppe zeitweise in der Höhe im nahe gelegenen
Kirgisistan. Dorthin reiste Irina Mikitenko im Frühjahr 2008
auch in der Vorbereitung für den London-Marathon. Arrangiert
hatte dieses Trainingslager ihr Schwiegervater. Und während
ihre zweieinhalbjährige Tochter Vanessa in dieser Zeit bei den
Schwiegeltern blieb, war ihr 14-jähriger, schulpflichtiger
Sohn Alexander bei ihren Eltern in der Nähe von Freigericht
untergebracht.
Die Koordination des Familienlebens ist neben dem umfangreichen
Training nicht immer einfach. Und häufig ist Irina Mikitenko
dabei auf die Hilfe der Familie angewiesen, denn ihr Mann und Coach
Alexander ist als Metallarbeiter im Schichtdienst voll
berufstätig. „Ich bin es gewohnt, Trainingseinheiten
alleine zu laufen – besonders die am Vormittag“,
erzählt Irina Mikitenko. Auf die familiäre
Unterstützung kann sich die London-Marathon-Siegerin
verlassen. Als im Vorfeld des London-Rennens im Kindergarten die
Erkältungsviren umher flogen, sprang sogar ihr
14-jähriger Sohn ein und passte auf seine
zweieinhalbjährige Schwester auf, damit seine Mutter
trainieren konnte. Irina Mikitenko wollte vor dem Marathon keine
Ansteckung riskieren und ließ die Tochter zu Hause. Ihre
Mutter, die teilweise auch mit ins Trainingslager fährt, um
auf die kleine Vanessa aufzupassen, war zu dieser Zeit selber
erkältet. Das Lauf-Familienunternehmen Mikitenko funktioniert.
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